- Der Mandant schickt einen 40-seitigen Liefervertrag zur Prüfung.
- Die lokale KI markiert ungewöhnliche Klauseln und Risiken in Sekunden.
- Du prüfst gezielt die markierten Stellen — statt alles von vorn zu lesen.
Aus 3 Stunden werden rund 45 Minuten.
KI für Kanzleien unterstützt bei Recherche, Vertragsprüfung und Mandantenkommunikation im Alltag — mit klaren Grenzen.
Quellen: lulius.ai, BRAK-Umfrage · Soldan Institut · Legal Tech Umfrage 2025
Anwälte brauchen keine KI, die Recht spricht.
Sie brauchen KI, die ihnen die Aktenberge vom Schreibtisch nimmt.
KI-gestützte Kanzleiprozesse verteilen sich auf drei Bereiche — von der Recherche bis zur Teamorganisation.
Drei typische Szenarien, wie KI-Unterstützung im Kanzleibetrieb abläuft — bewusst unspektakulär, denn genau so soll es sein.
Aus 3 Stunden werden rund 45 Minuten.
Vorbereitung in Minuten statt Stunden.
Kanzleiwissen bleibt erhalten.
Schriftsätze, Aktenauszüge, Mandantenkorrespondenz — anwaltliche Verschwiegenheit nach § 43a BRAO und § 203 StGB gilt uneingeschränkt, auch gegenüber Cloud-KI-Anbietern.
Die Lösung ist nicht, auf KI zu verzichten — sondern sie dort laufen zu lassen, wo sie hingehört.
Ich halte nichts davon, Mandantenakten in amerikanische Cloud-KIs hochzuladen. Gleichzeitig wäre es ein Fehler, deshalb komplett auf KI zu verzichten.
Der richtige Weg ist aus meiner Sicht: KI dort einsetzen, wo sie Zeit spart. Und überall dort lokal betreiben, wo das Mandantengeheimnis berührt wird.
— Jürgen Johannes Schimmöller, Gründer schlau DIGITALMeine Einschätzung aus der Praxis — die entscheidende Frage ist immer: Sind Mandantendaten im Spiel oder nicht?
| Aufgabe | Mandantendaten betroffen? | Einstieg |
|---|---|---|
| Allgemeine Rechtsprechungs-Recherche | Nein | Sofort möglich |
| Interne Vorlagen & Textbausteine | Nein | Sofort möglich |
| Fortbildungs-Zusammenfassungen | Nein | Sofort möglich |
| Fristenkalender-Organisation | Nein | Sofort möglich |
| Konkrete Vertrags- oder Aktenprüfung | Ja | Erst mit lokaler Lösung |
| Schriftsatzentwurf zum Mandat | Ja | Erst mit lokaler Lösung |
| Individuelle Mandantenkommunikation | Ja | Erst mit lokaler Lösung |
Drei Bausteine, ein Ziel: eine Kanzlei, die schneller arbeitet, ihr Wissen behält — und dabei die Hoheit über ihre Daten.
Wir finden gemeinsam, welche Aufgaben in deiner Kanzlei den größten Hebel haben.
DIGITAL-Check starten → Schritt 2Lokale KI-Infrastruktur, damit Mandantendaten die Kanzlei nie verlassen.
Mehr erfahren → Schritt 3Euer Kanzleiwissen bleibt erhalten — auch bei Personalwechsel.
Mehr erfahren →KI ersetzt keine anwaltliche Beratung, keine rechtliche Würdigung und keine Verantwortung des Berufsträgers. Jeder KI-generierte Text — insbesondere Schriftsätze und Vertragsanalysen — muss vor Verwendung fachlich geprüft werden. KI ist ein Werkzeug für die Vorbereitung, nicht für die Verantwortung.
Die zehn Fragen, die mir Kanzleiinhaber am häufigsten stellen — ausführlich beantwortet.
Ja — aber nur für Aufgaben ohne Mandantenbezug. Das ist die kurze Antwort, und sie ist wichtiger, als sie klingt.
ChatGPT, Claude und Gemini verarbeiten deine Eingaben in der kostenlosen und in der Standard-Bezahlversion auf Servern der Anbieter — in der Regel außerhalb der EU. Für allgemeine Rechtsprechungs-Recherche ist das meist unkritisch. Für alles mit Mandantenbezug gilt zusätzlich zur DSGVO die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht nach § 43a BRAO und § 203 StGB — ein Verstoß ist strafbewehrt.
Was du mit Standard-ChatGPT bedenkenlos machen kannst:
Was dort nichts verloren hat: alles mit Namen, Akteninhalten oder Mandats-Details — auch nicht "nur kurz zum Umformulieren". Für diese Aufgaben ist eine lokale KI-Lösung der richtige Weg.
Ja — die DSGVO verbietet KI nicht. Sie stellt Anforderungen an die Art der Verarbeitung, und die lassen sich erfüllen. Bei Anwälten kommt zusätzlich die berufsrechtliche Verschwiegenheitspflicht obendrauf, die strenger ist als reine DSGVO-Vorgaben — die BRAK hat dazu Ende 2024 einen eigenen Leitfaden veröffentlicht.
Daraus ergeben sich drei Wege, KI rechts- und berufsrechtskonform einzusetzen:
Verantwortlich bleibt in jedem Fall der Berufsträger. Deshalb gehört die Frage "Welche Daten fließen wohin?" an den Anfang jedes KI-Projekts — nicht ans Ende.
Für die Vertragsprüfung braucht es ein Sprachmodell, das lange Dokumente vollständig erfassen und strukturiert nach Auffälligkeiten durchsuchen kann — Fristen, ungewöhnliche Klauseln, fehlende Standardregelungen.
Da Verträge fast immer Mandantendaten enthalten, scheiden Standard-Cloud-Tools für die konkrete Prüfung aus. Die Anforderungen an eine geeignete Lösung:
Moderne offene Sprachmodelle sind für diese Aufgabe längst gut genug und laufen auf Hardware, die in ein Kanzlei-Budget passt. Welche Konfiguration für eure Kanzleigröße sinnvoll ist, klären wir im DIGITAL-Check.
Nein — und das sollte sie auch nicht. Deine Kanzleisoftware bleibt das führende System: Sie verwaltet Akten, Fristen, Abrechnung und ist an die berufsrechtlichen Anforderungen angepasst.
KI setzt daneben an — bei den Aufgaben, für die eure Kanzleisoftware nie gebaut wurde:
Die richtige Frage ist also nicht "Kanzleisoftware oder KI?", sondern: Wie bekommen die Texte, die heute mühsam von Hand entstehen, eine KI-Vorstufe — während die Kanzleisoftware das System der Wahrheit bleibt?
Lokale KI bedeutet: Das Sprachmodell läuft auf eigener Hardware — einem Rechner oder Server in eurer Kanzlei — statt in der Cloud eines Anbieters. Eure Eingaben verlassen das Haus nicht, es gibt keine Übertragung an Dritte und keine Abhängigkeit von einem US-Dienst.
Möglich machen das offene Sprachmodelle (Open-Weight-Modelle), die frei verfügbar sind und sich auf normaler Workstation-Hardware betreiben lassen. Die Qualität dieser Modelle hat in den letzten zwei Jahren enorm zugelegt — für Texte, Zusammenfassungen und Dokumentenanalyse sind sie im Kanzleialltag voll einsatzfähig.
So sieht der Betrieb konkret aus:
Der Effekt: volle KI-Unterstützung, volle Datenhoheit. Genau das meint meine Säule Digitale Unabhängigkeit.
Die ehrliche Antwort: Es hängt vom Umfang ab — und jede Pauschalzahl ohne Blick auf eure Kanzlei wäre unseriös.
Die Kosten setzen sich aus drei Blöcken zusammen:
Damit ihr nicht ins Blaue investiert, beginnt bei mir jedes Projekt mit dem DIGITAL-Check: Der zeigt euch in zwei Wochen, welche Maßnahmen sich für eure Kanzlei wirklich rechnen — inklusive Festpreis für den ersten Umsetzungsschritt.
Die Grenze verläuft klar: KI darf vorbereiten — sie darf nicht entscheiden oder rechtlich würdigen.
Gut geeignet ist KI für alles, was danach durch deine Hände geht: Rechercheergebnisse, Schriftsatzentwürfe, markierte Vertragsstellen, Zusammenfassungen. Du bleibst die prüfende und entscheidende Instanz.
Nicht geeignet — und berufsrechtlich riskant — ist alles, was in Richtung eigenständiger Rechtsberatung geht:
Die Verantwortung für jede rechtliche Aussage bleibt beim Berufsträger — daran ändert auch die beste KI-Unterstützung nichts.
Als Faustregel: Alles, was einem konkreten Mandat zuordenbar ist. Konkret heißt das:
Vorsicht auch bei vermeintlicher Anonymisierung: Eine ungewöhnliche Fallkonstellation kann trotz entferntem Namen re-identifizierbar sein. Echte Anonymisierung ist schwieriger, als sie aussieht.
Unkritisch sind dagegen Inhalte ohne Mandantenbezug: allgemeine Rechtsprechungs-Recherche, Vorlagen, Fortbildungsmaterial. Und für alles andere gilt: lokal verarbeiten, dann stellt sich die Frage gar nicht erst.
Differenzierte Antwort: Microsoft 365 Copilot ist vertraglich besser aufgestellt als Consumer-Tools — es gibt einen Auftragsverarbeitungsvertrag, und Microsoft bietet EU-Datenverarbeitung an. Für Verwaltungsaufgaben ohne Mandantenbezug ist Copilot damit nach Prüfung grundsätzlich einsetzbar.
Für Mandantendaten bleibe ich trotzdem skeptisch, aus zwei Gründen:
Mein Rat: Copilot für Office-Aufgaben ohne Mandantenbezug nach Absprache mit eurem Datenschutzbeauftragten — und für alles mit Mandantendaten die lokale Lösung.
Der KI-Einsatz allein löst keine neue Pflicht aus — aber er macht die bestehenden Regeln relevanter.
Zur Einordnung: Ein Datenschutzbeauftragter ist nach deutschem Recht unter anderem dann Pflicht, wenn in der Regel mindestens 20 Personen ständig mit automatisierter Datenverarbeitung beschäftigt sind. Viele Kanzleien liegen darunter. Größere Berufsausübungsgesellschaften können das anders bewerten müssen.
Unabhängig von der Bestellpflicht gilt beim KI-Einsatz mit Mandantendaten:
Mein pragmatischer Rat: Wenn ihr einen Datenschutzbeauftragten habt, holt ihn früh dazu. Wenn nicht, lasst die Einführung einmal sauber begleiten — das ist deutlich günstiger als eine spätere Korrektur. Die verbindliche rechtliche Bewertung eures Einzelfalls gehört zu einem Datenschutz-Profi, nicht auf eine Webseite.
Darf ich Mandantendaten in ChatGPT eingeben?
Nein. Aktendaten und Mandantenkorrespondenz unterliegen der anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht nach § 43a BRAO und § 203 StGB. Dafür braucht es eine lokale Lösung.
Ersetzt KI meine Kanzleisoftware?
Nein. KI ergänzt deine bestehende Kanzleisoftware — etwa bei Recherche, Textentwürfen oder Vertragsanalyse — ersetzt sie aber nicht.
Ist KI für Kanzleien DSGVO-konform nutzbar?
Ja — mit lokaler oder On-Premise-Verarbeitung, bei der Mandantendaten die Kanzlei nicht verlassen. Standard-Cloud-Tools reichen dafür nicht aus.
Wie schnell ist eine lokale KI-Lösung einsatzbereit?
Das hängt vom Umfang ab. Der DIGITAL-Check zeigt dir innerhalb von zwei Wochen eine konkrete Roadmap mit Priorität und Festpreis für den ersten Schritt.
Was kostet der Einstieg?
Der DIGITAL-Check ist der erste, planbare Schritt — mit klarem Festpreis. Details dazu findest du auf der DIGITAL-Check-Seite.
Muss ich mein Team extra schulen?
Eine kurze Einweisung reicht meist aus — die Bedienung ist bewusst einfach gehalten. Für den Umstieg auf lokale KI-Tools plane ich eine kompakte Einführung mit ein.
Der DIGITAL-Check zeigt dir in zwei Wochen, welche Maßnahmen den größten Hebel haben — inklusive Priorität, Roadmap und Festpreis für den ersten Schritt.